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Jeder ist sich selbst der Nächste...

 ...das ist - leider - das Motto dieses Eintrags. Eigentlich wollte ich ja über das tolle Konzert mit der genialen Gruppe von gestern bloggen, aber ich muss jetzt erstmal frusten.

 Als ich mit Edzard auf dem Weg zum Unterricht in die Hochschule war, meinte mein Nebenmann in der Straßenbahn (wieder mal), mich blöd anquatschen zu müssen. Warum wollen diese Leute eigentlich immer witzig sein? Sowas bewirkt bei mir prinzipiell schlechte Laune.

Zusätzlich wurde Straßenbahn mit jeder Station voller und irgendwann hatte ich wirklich Angst um Edzard, weil sich mehr und mehr Leute in den Wagen gedrängt und uns beide beinah eingeklemmt haben.

Ich bin also schon mal genervt aus der Straßenbahn ausgestiegen und wollte nur noch in der Hochschule ankommen. Inzwischen hatte es angefangen zu regnen. Einen Schirm hatte ich nicht dabei, aber der hätte mir wegen Edzard sowieso nichts genutzt. Na gut, dachte ich mir, werd ich halt nass. Immerhin hat mein Mantel eine Kapuze und Edzards Hülle ist einigermaßen wasserdicht.

In der Hochschule folgte dann eine nicht gerade aufbauende Unterrichtsstunde. Ok, ich geb zu, es lag an mir. Find ich aber nur umso frustrierender. Und zu allem Überfluss ging dann entweder der Kopierer nicht oder ich bin zu doof dafür. Ich hab zumindest den Verdacht, dass mein Prof mich für doof hält, weil ich zweimal ohne Kopien wieder ankam...

Den Heimweg hab ich dann schon lustlos angetreten, aber noch in der Hoffnung, dass wenigstens das reibungslos gehen würde. Denkste. Die Straßenbahn war von Anfang an recht gut gefüllt und keiner meiner Mitmenschen kam auf die Idee, mich zuerst reinzulassen, damit ich auf die Seite der Bahn komme, wo ich keinen Ausgang blockiere. An den nächsten Stationen stieg eine ganze Menge Leute ein, die sich durch mich ziemlich behindert fühlten. Pech gehabt, da waren meine Mitfahrer schuld. Edzard und ich wurden immer mehr bedrängt und meine Angst war schnell noch größer als auf der Hinfahrt. Von den anderen hab ich nur mitleidige Blicke geerntet und es gab das übliche Getuschel mit den Mitfahrern - sprich, erstaunte und belustigte Kommentare über mich und Edzard und das Bild, dass wir zusammen abgeben.

Irgendwann wurde es mir zuviel und ich bin an einer Station ausgestiegen, um die Tür nicht zu blockieren. Dafür gab's auch anerkennende Blicke von den Leuten, die dafür zu faul waren und in der Bahn stehen geblieben sind. Toll, kann ich echt gebrauchen! Die Leute, die einsteigen wollten, fanden's wohl auch nett von mir, aber offenbar nicht nett genug, um mich dann wieder reinzulassen. Die mussten dann natürlich alle erstmal selbst rein. Ist ja egal, ob ich dann da wieder reinpasse, Hauptsache, sie selbst sind drin...

Ab da standen mir die Fahrt und der Tag im Allgemeinen und meine Mitmenschen im Besonderen endgültig bis obenhin. Ich hätte mich am liebsten vor allen Leuten echauffiert - darüber, wie nervig es ist, mit sperrigem Instrument Straßenbahn fahren zu müssen, wie nervig in diesem Fall alle Mitfahrer sind, die mich ansprechen und dabei noch denken, sie seien witzig und originell und von mir erwarten, dass ich das auch so sehe, und  wie nervig es ist, ständig Angst um sein Instrument haben zu müssen, weil manche Leute einfach zu unsozial sind, mal ein bisschen aufzupassen oder sich ein bisschen zuvorkommend zu verhalten.

Alternativ hätte ich auch gerne auf irgendwas eingeschlagen. Hauptsache, der Frust ist mal raus.

Als ich dann da war, fuhr natürlich kein Bus und ich durfte die Strecke bis daheim laufen. Ich hab noch eine junge Frau vorbeigelassen, die sich mir ziemlich flott von hinten genähert hat. Die hatte dann allerdings nicht mal ein Danke dafür übrig, sondern ist einfach an mir vorbeistolziert. Das Schimpfwort lag mir schon auf den Lippen...

 

Fazit:

Freundliche Mitmenschen scheint es da draußen wohl nicht mehr zu geben, zumindest nicht hier und nicht heute. Das war das Bild einer reinen Ellbogengesellschaft, in der sich jeder nur um sich selbst kümmert. Hilfsbereitschaft und höfliches Zuvorkommen? Fehlanzeige. Wozu auch? Solange man selbst klarkommt, ist doch alles andere egal.

 Immerhin bleibt mir heute Abend noch ein Lichtblick: Ich gehe in die Oper, und das mit einer im Gegensatz zu den anderen erwähnten Personen sehr netten Bekannten. Es kann nur gut werden...

6.12.08 17:31
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Strolchi (6.12.08 23:15)
Ochjee, meine Liebe.
Dann hoffe ich mal sehr, dass dein Opernabend dafür umso schöner war.
Genieße solche Momente und vergiss die negativen, denn schließlich weißt du ja, wofür du sowas auf dich nimmst.
Grüß mir Edzard ganz lieb.
Hoffe mal auf ein baldiges Duett von euch

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